Das Kyoto Protokoll

Kyoto ProtokollDas Kyoto Protokoll wurde am 11. Dezember des Jahres 1997 geschlossen. Es ist nach dem Ort des Entstehens benannt. Wobei es ein Zusatzprotokoll ist, welches dem Ziel des Klimaschutzes dient. In Kraft getreten ist das Abkommen allerdings erst am 16. Februar 2005. Auslaufen tut es hingegen im Jahr 2012. Das Abkommen legt erstmals Zielwerte in Bezug auf den Ausstoß von so genannten Treibhausgasen fest. Diese sind für die Industrieländer verbindlich. Insgesamt haben bis zum Jahr 2011 192 Staaten das Abkommen ratifiziert. Die USA ist in dieser Hinsicht eine sehr bedeutende Ausnahme. Das Ziel vom Kyoto Protokoll ist es, dass der Ausstoß von Treibhausgas bis zum Jahr 2012 um etwa 5,2 Prozent reduziert wird. Dies gilt im Vergleich zum Stand vom Jahr 1990. Wird der Gesamtausstoß betrachtet, so muss allerdings festgestellt werden, dass sich bis jetzt nur sehr wenig in dieser Hinsicht geändert hat. Es ist sogar so, dass die Emission von Lachgas und Kohlenstoffdioxid weiter ansteigt. Der Methan Ausstoß hat sich jedoch verringert, was allerdings eher an dem Montreal Protokoll liegt. Dieses bemüht sich um darum, dass die Ozonschicht geschützt wird.

Der Weltklimagipfel in Kyoto 1997

Die in Kyoto in Dezember 1997 stattfindende Konferenz war einfach riesig. So waren rund 2300 Delegierte anwesend. Diese kamen aus den damaligen 158 Vertragsstaaten und den sechs Beobachterstaaten. Zudem gab es rund 3.900 Beobachter und sogar 3.700 Vertreter der Medien. Dabei gab es einen vorgegebenen Zeitrum, in welchen die Klimapolitik neu bestimmt werden sollte. Dieser Zeitraum ging vom 1. bis 10. Dezember. Allerdings war es so, dass sich die Verhandlungen weit ausdehnten und somit erst rund 20 Stunden nach dem anvisierten Ende zum Abschluss gebracht werden konnten. Das Ergebnis war damals ein Konsens, der zumindest in den wichtigsten Fragen gefunden wurde. Dieser beinhalte vor allem genaue Reduktionsziele für die Industrieländer. Jedoch war es trotzdem so, dass nicht alle Punkte mit dem Kyoto Protokoll geklärt werden konnten.

Das Inkrafttreten des Protokolls

Das Inkrafttreten vom Kyoto Protokoll hing vor allem von der Ratifizierung der einzelnen Staaten ab. So sollte es erst dann in Kraft treten, wenn 55 Staaten das Protokoll ratifiziert hatten. Allerdings mussten diese mehr als 55% von der Kohlenstoffdioxid-Emission bilden. Diese Bedingung wurde am 23. Mai 2002 erfüllt. An diesem Tag wurde das Protokoll von Island ratifiziert. Allerdings war es so, dass die USA im Jahr 2001 ausstieg und somit die 55% nicht mehr erreicht werden konnten. Diese wurden erst im Jahr 2004 mit dem Beitritt von Russland wieder erreicht. Somit kam es 90 Tage nach dieser Ratifizierung am 16. Februar 2005 zum Inkrafttreten des Kyoto Protokolls. Es war zu diesem Zeitpunkt so, dass bereits 128 Staaten das Protokoll ratifiziert hatten. Mittlerweile sind es sage und schreibe 192 Staaten, die das Protokoll anerkannt haben. Im Moment ist es nun so, dass darüber verhandelt wird, welche Zukunft das Protokoll haben wird. Immerhin läuft es ja 2012 aus. Im Jahr 2007 kam es mit der Washingtoner Erklärung allerdings schon einmal dazu, dass eine Nachfolgeregelung in Grundzügen vereinbart wurde. Aus dieser geht hervor, dass es wohl zunächst ein weltweites Emissionshandelssystem geben wird.

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